Der Grundstein für den Krankenpflegeverein wurde im Jahr 1910 zur Zeit der k. u. k. Donaumonarchie unter Kaiser Franz Joseph I. gelegt. Damals bedeuteten Krankheitsfälle nahezu eine finanzielle Katastrophe. Das Krankenversicherungswesen war praktisch nicht existent. Diese Not war von kirchlicher Seite schon früh wahrgenommen worden. Es bildeten sich Orden, die sich der unentgeltlichen Krankenpflege widmeten. Diese Situation erkannt hat Herr Mathias Maier im Unterdorf Lauterach. Er vermachte sein Haus samt Immobilien dem Mutterhause der Schwestern vom hl. Kreuze in Ingenbohl, mit der Auflage, dass das Kloster Schwestern „zu beständigem Aufenthalte im Orte“, als Krankenpflegerinnen beizustellen habe. In dem Testament wurde auch festgelegt, dass innerhalb von drei Jahren das Vermächtnis in oben angeführtem Sinne befolgt sein müsse, andernfalls es an Verwandte des Stifters zurückfalle. Im Dezember 1913 wandte sich Herr Pfarrer Koch an die „Gemeindevorstehung“, die Sache allen Ernstes in Angriff zu nehmen, damit die Stiftung nicht verfalle. Am 7. Dezember 1913 erfolgte die Gründung unseres Vereines. Die erste Obfrau war Frau Christine Eiler.  Der 1914 ausgebrochene 1. Weltkrieg und die besonderen Belastungen durch die Inflation nach dem Krieg mit ihrem rasanten Kaufwertschwund machte dem jungen Verein stark zu schaffen. Auch das Kapital aus dem „Maier-Haus“ war in Nichts zerronnen. Da die Familie Eiler inzwischen den den Schwestern zur Verfügung gestellten Platz im Hause selbst benötigte, keine Mietwohnung gefunden werden konnte, wurde der Entschluss gefasst, ein vereinseigenes Schwesternhaus zu bauen. Eine Geldsammlung erbrachte ca. 5000,-S. Bald konnte auch um 2000,-S ein günstig gelegener Bauplatz an der Schulstraße erworben werden. Mit Hilfe eines Bausparvertrages bei der Sparkasse Bregenz wurde das Werk in Angriff genommen. Der Spatenstich erfolgte am 23.März 1929 und bereits sechs Monate später, am 24. September bezogen die Schwestern das neue Heim. Die Gesamtkosten betrugen 23.000,-S.  Während des 2. Weltkrieges verfügte das NS-Regime das gesamte Vereinsvermögen der NSV einzuverleiben und die Betreuung der Kranken den NSV-Schwestern zu übergeben. Die Kreuzschwestern mussten noch im Jahre 1939 ausziehen und wurden ins Mutterhaus zurückgerufen. Nach Beendigung des Krieges im Frühjahr 1945 war Herr Pfarrer Tschavoll bemüht, den Krankenpflegeverein wieder ins Leben zu rufen. Zunächst war ihm dies nicht möglich, da die Besatzungsmacht für kürzere Zeit das geräumte Schwesternhaus als Sanitätsstation in Verwendung hielt. Im August 1945 konnte es dem Krankenpflegeverein wieder übergeben werden.
Das erste Nachkriegsprotokoll mit Neuwahlen ist datiert mit 13. März 1949. Irma Kolb, die Gattin des späteren Ministers Dr. Ernst Kolb wurde Obfrau. 1966 mit der Eröffnung des neuen als Alters- und Entbindungsheim übernahm eine Kreuzschwester die Leitung dieses Hauses und die Krankenpflegeschwestern und die Kindergartenschwester zogen dahin um. 1972 sah sich die Ordensleitung in Hall aus Personalnot gezwungen, den Außenposten Lauterach aufzulösen. Die Hauskrankenpflege in Lauterach war neuerlich stillgelegt und der Verein funktionslos. Alle Bemühungen eine Schwester zu bekommen, scheiterten vorerst. Nach 8-jähriger Durststrecke gelang es 1980, die da-mals in Bregenz ansässige Schwesterngemeinschaft "Das Werk" für unseren Verein zu gewinnen. Die Hauskran-kenpflege in Lauterach war wieder in geordneten Bahnen. Eine vollangestellte Krankenschwester brachte neuen Aufschwung. 1999 geriet der Krankenpflegeverein Lauterach erneut in arge Turbulenzen. Die Schwestern vom Kloster Thalbach wurden vom Mutterhaus aus Lauterach abgezogen. Obmann Johann Kaufmann musste gleichzeitig wegen der Erkrankung seiner Gattin seine Tätigkeit einstellen. Nur dem unermüdlichen und umsichtigen Einsatz von Kassier Bruno Forster war es zu verdanken, dass der Verein weitergeführt werden konnte. Es gelang ihm in relativ kurzer Zeit ein Team von drei diplomierten Pflegefachkräften auf die Beine zu stellen und den Verein somit funktionstüchtig zu erhalten. Das Haus an der Schulstraße wurde in den Jahren 2003 bis 2009 einer umfangreichen Sanierung unterzogen: so wurden unter anderem neue Fenster und ein neues Dach eingebaut. Es ist  heute an unserer Pflegedienstleiterin DGKS Sonja Kaiser mit ihrer Familie vermietet. Am 14. September 2009 konnten wir nach sehr umfangreichen Vorbereitungsarbeiten unseren neuen Standort in der Hofsteigstraße 2b – im Gemeinde-Sozialzentrum beziehen. Ein schönes, helles Büro, eine funktionelle Ambulanz, Lagerräume im Untergeschoss , sowie unsere Fahrzeuge in der Tiefgarage, stellen eine sehr wesentliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen dar.
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Letzte Aktualisierung: 16. 05. 2019
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